20 Hektar Natur vor dem Aus – Wir Grüne stellen uns gegen den Masterplan 2040
Die Fraktionen von CDU und SPD treiben Schritt für Schritt die Umsetzung des Masterplans 2040 voran, der ein Wachstum auf deutlich mehr als 7.500 Einwohner für Einhausen vorsieht.
Obwohl Bund und Länder den Flächenverbrauch langfristig auf Netto-Null reduzieren wollen, gilt für Südhessen derzeit eine Ausnahme, da zusätzlicher Wohnraum für die Region Frankfurt geschaffen werden soll. Für die Neuaufstellung des Regionalplans Südhessen wurde ein Planungsbüro beauftragt, eine Stellungnahme zu erarbeiten und die für den Masterplan 2040 benötigten Flächen zu beantragen.
Mit den Stimmen von CDU und SPD wurde beschlossen, rund 20 Hektar Natur- und Landwirtschaftsflächen in den Flächennutzungsplan der Gemeinde Einhausen aufzunehmen. Der Flächennutzungsplan bildet die Grundlage für spätere Bebauungspläne, mit denen die tatsächliche Bebauung umgesetzt wird.
Und das, obwohl bereits 2021 ein Beschluss der Gemeindevertretung gefasst wurde, den Flächenverbrauch tatsächlich zu begrenzen – und obwohl das beauftragte Landschaftsentwicklungskonzept ausdrücklich andere Empfehlungen ausspricht.
Wir, Bündnis 90/Die Grünen, haben als einzige Fraktion gegen den Masterplan gestimmt, und einen Änderungsantrag (TOP 2a) eingereicht, weil:
- wertvolle Natur- und Landwirtschaftsflächen unwiederbringlich verloren gehen – mit erheblichen Folgen für Klimaschutz, Wassermanagement und Biodiversität
- der Ortskern nicht mitwächst, der Verkehr bereits heute an seine Grenzen stößt und die Entwicklung zu einer Schlafstadt für Frankfurt das kulturelle Leben schwächt
- die Folgekosten für die notwendige Infrastruktur höher ausfallen als die zu erwartenden Einnahmen
Durch unsere Anfrage für mehr Transparenz in der sind diese Dokumente öffentlich einsehbar:

