Warum die Verschuldung der Gemeinde und die Grunderwerbsteuer in Einhausen weiter steigen werden
Landesfördermittel verleiten Kommunen häufig dazu, größere Bauprojekte umzusetzen, weil der eigene Finanzierungsanteil vergleichsweise gering erscheint. Die langfristigen Folgekosten werden dabei jedoch oft ausgeblendet. So entsteht ein struktureller Anreiz, Projekte künstlich zu vergrößern, um höhere Förderquoten zu erhalten mit teuren Konsequenzen für die Zukunft.
Genau dieses Muster zeigt sich auch in Einhausen. Ein funktionstüchtiger Schulsteg wurde abgerissen, und der Neubau weist bereits jetzt erste Mängel auf. Die neue Wegführung mit der Kreuzung am Hallenbad erweist sich wie vorhersehbar als äußerst gefährlich.
Noch gravierender sind die Folgen beim Abriss des Bürgerhauses und dem überdimensionierten Neubau des Sport- und Kulturhauses. Die Gemeinde hat sich damit ein Prestigeprojekt geschaffen, das dauerhaft hohe Betriebs- und Instandhaltungskosten verursachen wird. Während andere Kommunen auf klimapositive Neubauten setzen, hat sich Einhausen mit diesem Bau langfristig hohe Energie- und Kühlkosten eingehandelt.
Hinzu kommt die sogenannte „Weschnitzrast“ am Hallenbad, die es bereits ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler geschafft hat. Dieses Gebäude soll von Vereinen betrieben werden doch schon jetzt ist absehbar, dass dafür kaum Interesse besteht.
Gleichzeitig besteht bei den elf gemeindeeigenen Immobilien ein erheblicher Sanierungsstau. Investiert wird dort nicht, denn der Haushalt muss formal ausgeglichen bleiben. Stattdessen lässt man Gebäude verfallen und verkauft sie anschließend wie im Fall der Hauptstraße 30A. Das Ergebnis: In einigen Jahren wird es erneut weniger Sozialwohnungen geben.
All diese Entwicklungen wurden von uns Grünen in Einhausen frühzeitig und wiederholt kritisiert oft als einzige politische Kraft im Gemeindeparlament. Wir haben auf die Risiken, Folgekosten und Fehlanreize hingewiesen, die nun sichtbar werden. Unsere Mahnungen wurden ignoriert, doch die Realität bestätigt heute, wie notwendig eine verantwortungsvolle, nachhaltige und vorausschauende Kommunalpolitik gewesen wäre.
